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Jahresprogramm 2012 - ein Wort vorab:Aufbrüche wagen und mal wieder einkehren — und zwar ins Cursillo-Haus St. Jakobus. Hierzu möchte ich Sie herzlich einladen. Aufbrechen — einkehren und wieder aufbrechen — wie Pilger unterwegs sein. Durch die Begegnungen und Erfahrungen auf dem Weg kann der Weg selbst zur Ortschaft der Gotteserfahrung werden. Wer kennt nicht die Verse über die Liebe des 1. Korintherbriefes, Kapitel 13, die Paulus wie folgt einleitet: „Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles übersteigt.” Die Liebe ist der rote Faden des Evangeliums. Sie ist ein Weg. Manchmal auch widersprüchlich. Was kann Glaube — nicht zuletzt an die Liebe und Barmherzigkeit Gottes — bewirken? Kollidieren nicht manchmal christliche Ideale mit der Wirklichkeit — auch mit der kirchlichen Wirklichkeit? Im September 2011 richtete Bundespräsident Chr. Wulff u.a. folgende Worte an Papst Benedikt XVI: ”Deswegen ist sie (Bemerkung: die Kirche, also wir...) auch selbst immer wieder von neuen Fragen herausgefordert: Wie barmherzig geht sie mit Brüchen in den Lebensgeschichten von Menschen um? Wie mit den Brüchen in ihrer eigenen Geschichte und mit dem Fehlverhalten von Amtsträgern? Welchen Platz haben Laien neben Priestern, Frauen neben Männern? Was tut die Kirche, um ihre eigene Spaltung in katholisch, evangelisch und orthodox zu überwinden?” Unsere Angebote sind nicht zuletzt eine Schule der Achtsamkeit und Wachsamkeit — sie laden ein, sich auf „einen anderen Weg” zu machen, „der alles übersteigt”. Ein Weg in spirituelle Tiefe, im Sinne der Worte des Theologen J.B. Metz: „Glaubst du an dein Gottesverständnis oder glaubst du an Gott? Wenn du an Gott glaubst, dann heißt dein Glaube (vor allem) wachen, aufwachen.”
Julia Kohler |
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